REFORMEN IN DER KIRCHE JETZT INTELLIGENT GESTALTEN
An Reformen wird in der Kirche seit nunmehr ca. 20 Jahren gearbeitet. Lassen wir außer Acht, dass Pfarrer auch zuvor schon permanent ihre Arbeit reformiert haben: durch eine neue Sprache, durch neue Methoden in Konfirmandenunterricht oder Gottesdienst etc. pp. Bei den explizit so genannten Reformen waren zuerst die Strukturreformen beliebt – und sie sind es bis heute. Danach kamen Reformen in der Koordination der unterschiedlichen Ebenen der Kirche, wovon auch die Pfarrer stark betroffen waren und sind. Jetzt kommt die Umstellung auf die Doppik oder wahlweise die Erweiterte Kameralistik. In deren Schlepptau muss man sich auch der Immobilienfrage stellen.
So weit. So kurz. Man muss diese Entwicklung nicht kommentieren. Von Ihrer Seite, der Seite des Pfarrerausschusses in Hannover, gab es aber bisweilen deutliche und kompetente Einwürfe, zu lesen etwa im Dt. Pfarrerblatt oder in Landeskrichlichen Pfarrerblättern.
Solche kritische Begleitung ist überaus wichtig. Denn es hilft den Verwantwortlichen, das Ziel aller Arbeit, auch der Reformarbeit, nicht aus den Augen zu verlieren. Wie heißt es bei Mark Twain so schön: „Nachdem wir das Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengungen“.
Bisweilen hilft die Rückbesinnung: worum geht es bei all dem eigentlich? Was ist das Ziel? Grundsätzlich: Ziel und Aufgabe der Kirche ist doch, den „Menschen nahe zu sein“. So wird immer wieder betont. Wenn dem aber so ist, dann heißt das, dass diejenigen in der Kirche, die „am Menschen“ arbeiten, sprich die Pfarrer, die Pädagogen etc., am wichtigsten sind. Sie üben „Schlüsselpositionen“ aus, konstatiert „Kirche der Freiheit“ völlig richtig. Die andere Seite – meist ungenannte Seite - der Medaille: alle im Hintergrund arbeitende Funktion der kirchlichen Administration hat streng genommen eine einzige Aufgabe. Die besteht darin, diese „vorne“ stattfindende Arbeit optimal fördern. Dabei muss sie diese, ihre eigene Aufgabe, mit möglichst geringem Aufwand erledigen. Denn vorne spielt die Musik, und „vorne“ werden die Mittel gebraucht, in der Arbeit mit den Menschen.
Alle kirchlichen Reformprozesse wären jetzt einer solchen Analyse zu unterziehen und an eben diesem Kriterium zu messen, ob und in wiefern sie einen Beitrag zu dieser Gestaltung der Reform von Kirche leisten. Es gibt immerhin Kräfte in der Kirche, bspw. die Initiative „Aufbruch Gemeinde“ in Bayern, die bezweifeln, dass dies mit den momentanen Bemühungen schon erfolge.
Wie also können Verwaltungsakte effizienter werden? Wir wollen dies hier anhand eines aktuellen Beispiels erläutern. Die Hannover'sche Landeskirche hat die Umstellung von der Kameralistik auf die Doppik beschlossen. Unsere weitere Ausführung stellt diesen Beschluss Ihrer Organe nicht in Frage. Denn darin sehen sehen wir als externe Beratung nicht unsere Aufgabe. Vielmehr machen wir Vorschläge, wie die weitere Umsetzung, präziser: der in Zusammenhang mit den Immobilien stehende Teil, möglichst kostenminimal für eine landeskirche wie die Hannover'sche bewerkstelligt werden kann.
Dazu muss ich Sie nun bitten, mit mir die anstehenden Verwaltungsvollzüge nachzuvollziehen. Ich fasse mich kurz. Entschöädigt werden Sie durch ein Konzept, das im Backofficebereich hilft, Kosten zu sparen.
Bei der Umstellung auf die Doppik müssen Gebäudedaten ermittelt werden. Unproblematisch, da wenig zeit- und kostenaufwändig, ist die Ermittlung der Daten der Gebäudebewertung, sofern sie nach einfachen Berechnungsformeln der Grundrechenarten erfolgt. Dies ist in den meisten Landeskirchen so geplant. Aufwändig wird die Ermittlung anderer Daten bspw. als Grundlage für die Kosten-Leistungs-Rechnung. Diese erfordern Zeit und kosten also Geld.
Wie es der Zufall will, stellt nun aber seit Mitte 2008 das BMU Fördermittel für ein Klimaschutzprojekt bereit. Förderhöhe: 80% der Kosten, gültig für 500 Gebäude je Landeskirche. Bei einem solchen Projekt fallen ebenfalls viele Daten an, die aber gewöhnlich verloren gehen, weil sie sich in einem Programm des externen Bearbeiters befinden. Der Auftraggeber erhält nur die Schlussauswertung. In diesem Falle könnte nun die Kombination beider Projekte enorme Vorteile bringen. Ohne Details erläutern zu wollen, könnte man sagen, man könnte die 2 anstehenden Projekten ohne nenenswerten Mehraufwand zu einem kombinieren. Dazu ist aber erforderlich, dass eine entsprechende Datenverarbeitung in einem genau dafür geeigneten Programm geschieht. Was wiederum keine Mehrkosten erfordern muss, denn ohne Programm kann ein solches, auch einfaches Projekt nicht durchgeführt werden. So wie hier beschrieben durchgeführt, sparen Sie, spart die Hannover'sche Landeskirche rund 500.- € pro bearbeitetem Objekt. Bei wiederum 500 möglichen Objekten kommt allein damit schon ein beachtlicher Betrag zu Stande.
Wichtig wäre also, für die Bearbeitung aller Klimaschutzprojekte mit entsprechenden Softwareprodukten zu arbeiten, die diese Doppelfunktion erfüllen können. Das sind nicht viele. Der externe Bearbeiter braucht mit Sicherheit eine entsprechende Aufforderung Ihrerseits, denn wenn er nicht nur die Ergebnisse abgibt, sondern auch die Grunddaten, sind Sie in der späteren Verwendung frei, auch durch eigene Datenaktualisierung die Auswertungen zu aktualisieren. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn man wie im Regelfall üblich aktuell nicht sämtliche Möglichen Maßnahmen zur energet. Verbesserung eines Gebäudes ausführen will. Sie sparen dann also auch in Zukunft noch einmal, denn nach spätestens 10 Jahren ist eine Energiebilanz erfahrungsgemäß überholt.
Das Beispiel zeigt: in allen Stadien von Reform und Reformumsetzung ist auf effizienz zu achten. Entsprechende Strategien helfen durchaus weiter. Es ist also sinnvoll, sich rechts und links umzuschauen und auch mal unbekannte Pfade zu beschreiten und unkonventionelle, außerhalb der Routine liegende Möglichkeiten zu entwickeln oder aber entwickeln zu lassen oder von anderer Seite entwickelte Lösungen ernsthaft zu prüfen – und dann aber auch zu übernehmen. Das ist keine Schande!
So sind die Beiträge dazu, dass wir das Ziel nicht aus den Augen verlieren, in der Kirche unterschiedlich. Die Aufgabe verbindet uns, denn sonst wird es anstrengend...
K.IM. ® Kirchliches Immobilienmanagement
Friedhelm Schneider
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